Gartenratgeber

Gartenratgeber (126)

Im Gartenratgeber stellen Gartenbau-Ingenieure und bekannte Fachautoren ihr fundiertes Wissen zur Verfügung, das in jahrelangen praktischen Erfahrungen vertieft wurde – zu Ihrem Nutzen!

Der Bereich wurde neu angelegt und wird laufend erweitert - schauen Sie öfter mal rein!

Geborgene Ecken in harmonischer, naturnaher Umgebung, belebendes Wasser und wohltuende Pflanzenkräfte bilden das ideale Umfeld, um die körperliche und seelische Befindlichkeit zu pflegen.

Von einzelnen Entomologen (sie kennen sich mit Insekten aus, weniger mit Enten) hatte man gehört, dass heuer ein Maikäferjahr sein solle. Was aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigt werden kann: ein einziger Käfer kroch mir über den Weg. Dafür konnten wir mit etwas Verspätung eine Vielzahl etwas kleinerer Krabbeltiere verzeichnen.

Rosenkäfer stammen ursprünglich aus dem Wald, wo sich die Larven im Mulm des Bodens aufhalten und von abgestorbener, aber noch nicht humifizierter organischer Substanz ernähren. Aufgrund dieser Vorliebe suchen sie sich im Garten häufig den Kompost für ihre Entwicklung.

Nachdem wir im letzten Frühjahr die Baummelde ‚Magentaspreen‘ ausgesät hatten, mussten wir enttäuscht feststellen, dass die wenigen Pflänzchen, die aufgingen, nicht sehr vital und daher bald wieder von der Bildfläche verschwunden waren. Doch heuer – welch freudige Überraschung – entdeckten wir schon frühzeitig die Sämlinge, deren Laub stark der nah verwandten Melde ähnelt, aber mit den unverwechselbaren violetten Triebspitzen. Mittlerweile bilden sie bereits einen dichten Bestand aus kniehohen Büschen, so dass es höchste Zeit wird, ihn auszudünnen und die weichen, manchmal wie mehlig bestaubt wirkenden Blätter als Spinat oder Salatzutat zu verwerten. Daher auch der Name Baumspinat, botanisch korrekter Riesengänsefuß. Die restlichen Pflanzen aber dürfen nach wie vor als Hingucker im Gemüsebeet verbleiben.

Das Essen muss nicht nur den Hunger stillen – es darf auch Spaß machen! Wenn im Freundeskreis die Früchte des Gartens serviert werden, bilden Blüten auf dem Tisch einen ebenso überraschenden wie delikaten Blickfang.

Aus der Kindheit kennen wir vor allem Maikäfer und Marienkäfer. Im Laufe des Lebens kommen noch der eine oder andere hinzu, aber in der Regel sind die Käfer-Kenntnisse des Durchschnitts-Gartenfreunds begrenzt. Umso mehr Erstaunen löst nun ein hübsch gemusterter Käfer aus – glänzend schwarz gefärbt mit zahlreichen weißen Flecken. Kein Wunder – er ist erst im Laufe der letzten Jahre mit zunehmender Erwärmung aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen: der Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta), der zur Familie der Blatthornkäfer (Maikäfer & Co.) und darunter wiederum zur Unterfamilie der Rosenkäfer gehört. Er bleibt etwas kleiner als der Junikäfer (ca. 8–12 mm); jüngere Exemplare tragen neben den Flecken auch eine struppige weiße Behaarung, die aber mit zunehmendem Alter verlorengeht.

Ziemlich genau vor einem Jahr breitete sich auf unserem ehemaligen, jetzt verwilderten, aber immer noch gut mit Humus versorgten Gemüsebeet eine eindrucksvolle Pflanze aus. Ihre hellgrünen Triebe, mit rötlichen Punkten und – wie auch die Blätter – mit rauen Haaren besetzt, lagen zunächst dem Boden auf. Später stellten sie sich auf und wurden mitunter bis gartenschlauchdick.

Die Zistrose ist ursprünglich ein Gewächs der kargen Böden rund ums Mittelmeer. In unserem mageren Kräuterbeet hat sich das Mitbringsel aus Kroatien mit Hilfe vor allem anfänglicher winterlicher Reisigabdeckungen mittlerweile gut eingelebt und blüht fleißig seit Anfang Juni bei trockener Witterung.

Ist dir das auch schon aufgefallen? Auf den dicken Knospen der Pfingstrosen krabbeln oft mehrere Ameisen herum. Was die wohl dort suchen?

Kein Grund zur Beunruhigung: Härchen auf den Hüllblättern dieser Knospe scheiden zuckerhaltige Säfte ab, der die Krabbeltiere magisch anzieht. Dies macht sich auch dadurch bemerkbar, dass sich die Knospe beim Anfassen als ganz klebrig herausstellt. Mit Blattläusen hat das in diesem Fall nichts zu tun. Die Tätigkeit der Ameisen kann sogar hilfreich sein: Durch das Abnaschen des Zuckers verhindern sie, dass die Knospen verkleben und sich im Extremfall nicht öffnen.

Auch wenn der Sumpf umgangssprachlich nicht sehr beliebt ist: Hier und in den benachbarten Zonen findet sich die größte Dichte an attraktiven, blühenden und biologisch wertvollen Pflanzenarten.

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