Aktuelles (486)

Die Gartentage 2020 stehen schon im Zeichen der kleinen Landesgartenschau in Lindau, denn aufgrund der vorbereitenden Baumaßnahmen kann der beliebte Eventmarkt nicht auf dem gewohnten Gelände stattfinden. Als Ersatz hat man – nach intensiven Abstimmungen mit den Behörden – ein anderes Uferstück direkt am Bodensee gefunden, diesmal allerdings nicht auf der Altstadt-Insel, sondern am Festland: Der Uferstreifen vor dem Lotzbeckpark gehört zur Siedlung Giebelbach und liegt zwischen den bekannten Stadtteilen Aeschach und Bad Schachen – mit Blick über den See, auf die Schweizer Berge und den alten Standort auf der Insel. Für diesen Standort haben sich jetzt schon zahlreiche bewährte, aber auch wieder einige neue Aussteller angemeldet, und mit Hilfe von Kinderaktionen und dem musikalischen Begleitprogramm wird auch hier ein anspruchsvoller Markt mit der einmaligen Atmosphäre entstehen, die man von der Hinteren Insel kennt. Der Freitag ist der 1. Mai-Feiertag und deshalb diesmal bereits ab 10 Uhr geöffnet. Bis 3. Mai.

Weitere Infos: www.gartentage-lindau.de

Auch dieses Jahr präsentieren sich die Gartentage mit einem kleinen Ausschnitt ihrer Aussteller in der frühlingshaft dekorierten Halle 12 der Vorarlberger Frühjahrsmesse SCHAU! Wer sich schon zeitig vor Saisonbeginn nach Gartenmöbeln, -geräten und anderem Zubehör, Kräuterpflänzchen oder kunsthandwerklichen Accessoires umschauen und (wettersicher in der Halle) Gartentage-Flair schnuppern will, der ist in der „4ländergarten-Halle“ 12 richtig.

Dort trifft er auch wieder auf „unsere“ Pflanzenärztin Dr. Tina Balke: Am Samstag und Sonntag (4./5. April) zwischen 13 und 16 Uhr steht sie in Halle 12 für Fragen zu Pflanzenkrankheiten, Gartenschädlingen und Pflanzenschutz mit all ihrem Fachwissen zur Verfügung.

Termin: 2. bis 5. April 2020, Messe Dornbirn

Das Netzwerk Bodenseegärten lädt am 7. und 8. Mai 2020 im Kursaal von Überlingen zum 2. Gartensymposium am Bodensee. Beim zweitägigen Kongress auf dem Gelände der Landesgartenschau Überlingen referieren Experten über Traditionen und Trends im Gartentourismus und die Rolle, die die Bodensee-Region dabei spielen kann. Exkursionen runden das Programm ab: Am ersten Abend geht es über das frisch eröffnete Gartenschau-Gelände, am zweiten Tag stehen drei Themen/Ziele zur Auswahl.

Kosten: 135 EUR (inkl. Abendessen und Exkursionen)
www.gartensymposium.eu

www.bodenseegaerten.eu/Gartensymposium/Anmeldeformular

Bei der Streuobstsorte des Jahres 2020 in Baden-Württemberg handelt es sich um eine sehr alte Sorte: Die Gelbe Wadelbirne wurde schon um 1390 in der Schweiz erwähnt und Ende des 15. Jahrhunderts in Württemberg beschrieben. Früher in Süddeutschland weit verbreitet, ist sie heute selten geworden. Der Baum wächst relativ anspruchslos zu großen, landschaftsprägenden Exemplaren heran.

Über den Erwerbsanbau in der Bodenseeregion hinaus wird die Landschaft Schwabens durch zahlreiche Streuobstwiesen geprägt. Diese beherbergen eine große Vielfalt an Sorten, von denen ein Teil heute unbekannt oder vom Aussterben bedroht ist. Vor diesem Hintergrund hat man im Rahmen eines Forschungsprojekts beschlossen, vor den Toren Lindaus, in der Versuchsstation für Obstbau Schlachters, einen Erhaltungs- und Sichtungsgarten für regionaltypische Apfel- und Birnensorten aufzubauen.

Die gesammelten Sorten sollen in Schlachters veredelt, ausgepflanzt und über Jahre beobachtet und bewertet werden. Dadurch wird die Erhaltung der Sorten sichergestellt, um dann künftig als Genpool für die weitergehende Züchtung zur Verfügung zu stehen; man erhofft sich von ihnen positive Einflüsse z.B. auf Resistenzeigenschaften. Zuletzt werden die Ergebnisse der Beobachtungen der Gartenbranche und anderen Interessierten in einem Leitfaden zur Verfügung gestellt.

Seit 1999 bietet die Stadt München der Bevölkerung die Möglichkeit, auf kommunalem Ackerland in der Stadt eigenes Bio-Gemüse anzubauen. Die Stadtverwaltung verfolgt mit dem Projekt das Ziel, den Grüngürtel in und um München zu erhalten und fördert zugleich nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft im Stadtgebiet. Inzwischen gibt es die "Münchner Krautgärten" an 26 Standorten. Wie das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) im Rahmen einer Umfrage erforscht hat, dienen die Flächen nicht nur der Selbstversorgung ihrer Nutzer, sondern sind zugleich Orte der Erholung und des Lernens. So nutzen knapp zwei Drittel der Befragten ihre Parzelle in der Gartensaison mehrmals pro Woche, um sich körperlich zu betätigen, und immerhin noch 44 Prozent geben an, sich bei der Gartenarbeit erholen zu können. 20 Jahre nach ihrer Gründung erfreuen sich die Krautgärten daher ungebrochen einer großen Nachfrage.

Schon jetzt sind Erdbeeren unser beliebtestes Beerenobst. Doch künftig gibt noch einen anderen Grund, die winterharten Stauden zu pflanzen: Seit einigen Jahren wird in den Niederlanden fleißig an bunt blühenden immertragenden Erdbeersorten gezüchtet.

Der Gartenhibiskus ist eine wertvoller Zierstrauch, da er seine reizvollen Blüten im Sommer öffnet, wenn andere Ziersträucher längst verblüht sind. Gärtner Markus Kobelt erklärt in einem Video, wie man dieses wunderbare Gehölz schneidet.

Bisher ist in diesem Winter vielerorts noch nicht viel Schnee gefallen. Die Temperaturen schwanken zwischen vorfrühlingshaften Pluswerten und dem Gefrierpunkt. Die Rasengräser in unseren Gärten haben es bei diesem Hin und Her schwer, in eine eindeutige Winterruhe zu gehen. Das wäre jedoch wichtig, denn damit würde sich auch ein natürlicher Schutz vor Krankheitserregern einstellen.
Eine Kolumne von Pflanzenärztin Dr. Tina Balke

Mit Sebastian (20. Januar) beginnt der Monat des Wassermanns. Die Säfte strömen wieder in den Bäumen und die Pflanzen in der Erde erwachen aus ihrem Mittwintertraum. Brigit, die junge Lichtgöttin, berührt mit ihrem Fuß die Erde und erinnert uns: "Jetzt ist die beste Zeit, dich von Winterschlacken und trüben Gedanken zu reinigen". Dabei hilft uns die Birke – die erste im keltischen Baum-Alphabet („Ogham“).
Eine Kolumne von Pflanzenkundlerin Adelheid Lingg

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