Aktuelles (584)

Für außergewöhnliche Leistungen auf den Gebieten der Landschaftsarchitektur und Gartenkultur in der Schweiz verleiht der Schweizer Heimatschutz jährlich den „Schulthess Gartenpreis“. Dieses Jahr wurde ProSpecieRara damit ausgezeichnet, die Schweizerische Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Honoriert werden soll damit das langjährige Engagement zur Erhaltung der genetischen Vielfalt, die sich nicht zuletzt auch bei der originalgetreuen Bepflanzung von historischen Gärten bezahlt macht. Wir gratulieren Bela Bartha und dem Team von ProSpecieRara zu dieser Auszeichnung!

Wir freuen uns alle über die sommerlichen Lockerungen, die wieder in vielen Bereich ein weitgehend normales Leben ermöglichen. Natürlich haben wir als Veranstalter der Bregenzer Gartenkultur und der Gartentage Lindau damit auch Hoffnungen auf eine Fortsetzung unserer Veranstaltungen verbunden. Einschränkungen wie die Maskenpflicht und die Pflicht zur Überprüfung der Besucher werden im Sommer langsam zurückgeschraubt. Doch mit der sogenannten Delta-Variante, die die Inzidenzen langsam wieder steigen lässt, und dem Ende des Sommers muss wieder mit strengeren Regelungen gerechnet werden. Dass wir dabei den ständig angepassten Vorgaben ausgesetzt sind, und zwar nicht nur denen der österreichischen Regierung und der Vorarlberger Verwaltung, sondern auch den Fernwirkungen von jenseits der deutschen und schweizerischen Grenzen, mussten wir schon letztes Jahr schmerzlich erfahren. Und abgesehen von der existenziellen Bedrohung ist die ständige Ungewissheit, nach welchen Weisungen man sich morgen vielleicht zu richten hat, wie sich das auf die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung auswirkt oder ob gar erneut die Absage droht, zermürbend.

Dem weichen wir nun aus durch eine vorzeitige Absage der Bregenzer GartenKultur, vorgesehen für 24.–26. September 2021. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dennoch gewogen bleiben und wir Sie vielleicht 2022 wieder zu dem beliebten herbstlichen Gartenmarkt einladen dürfen!

Auf der Gartentage-Homepage blenden wir in Erinnerung zurück auf die vergangenen Veranstaltungen. 11. Teil: 2016

https://www.gartentage-lindau.de/die-geschichte-der-gartentage-lindau/2016.html

Zur Hälfte ihrer jeweiligen Laufzeiten haben sich die beiden diesjährigen Landesgartenschauen am Bodensee in Lindau und Überlingen mit Pressemitteilungen gemeldet.
In Überlingen feierte man am Wochenende 30.7.–1.8. ein großes Wassersportfestival, garniert mit einigen musikalischen Highlights. Die Halbzeitbilanz fällt trotz etlicher Beeinträchtigungen (Corona, Dauerregen, Stürme) äußerst positiv aus mit über 250.000 Besuchern; die Zahlen liegen über dem (nach Corona angepassten) Soll.
In Lindau freute man sich über den Besuch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (14.7.) und dass das Rahmenprogramm nun weitgehend unbeeinträchtigt stattfinden kann. Zur Halbzeit gab es begleitet von der Themenwoche „Wüste“ ein Strandfest mit Soulman Karl Frierson.

In Vorarlberg gibt es ein Netzwerk aus Bio-Bauern und Lebensmittel-Verarbeitern, die sich zum Zwecke der Förderung der Vorarlberger BIO-Landwirtschaft zu einer Kooperation zusammengeschlossen haben: die Landgenossen. „BIO von allen für alle“ ist das Motto.
Eine der zahlreichen Aktivitäten: Im Rahmen eines LEADER Projekts haben Markus und Tanja Dorner in Sibratsgfäll einen monatlichen "Markt der Erde" ins Leben gerufen, der gleichzeitig Erlebnistag und Begegnungsort für Produzenten und Konsumenten sein soll und im Juli erstmals stattfand. Nächste Termine: 21. August, 18. September und 16. Oktober, jeweils von 9 bis 13 Uhr. Weitere Infos: https://landgenossen.at

Für alle Verpächter von landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Grundstücken haben die Landgenossen eine Anregung: Mit ökologischen Vorgaben in Pachtverträgen lässt sich sehr einfach und langfristig etwas für die Umwelt und den Erhalt des Bodens für kommende Generationen tun. Es sei nicht schwierig, ökologische Auflagen zu machen, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen. Informationen zum Thema unter pestizidfrei verpachten.

Obwohl ja im Bio-Anbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, kommt es vor, dass bei Untersuchungen von Bio-Lebensmitteln solche Rückstände gefunden werden. Mirjam Schleiffer vom Schweizer Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt. Ein wesentlicher Grund liegt in den feinen analytischen Methoden, mit denen sich schon geringste Spuren nachweisen lassen, die durch die Umwelt (Boden, Luft, Wasser, Transport …) auf die Lebensmittel geraten. Nur selten ist die Belastung in einem Fehlverhalten der Bio-Anbauer begründet. Dennoch wird die betroffene Ware vorsorglich gesperrt, um gemeinsam mit der zuständigen Kontrollstelle die Ursache abzuklären.

Dieses großformatige Buch von J.M. Soedher spricht in erster Linie durch die über 100 stimmungsvollen Bilder an, mit denen die schönsten Gärten und Parkanlagen aus der Umgebung des Bodensees porträtiert werden. Sie machen dem Betrachter Lust auf einen Besuch dieser Gärten, die ein fruchtbares, blühendes Band um den See spannen. Auf den zweiten Blick überzeugen aber auch die Texte, in denen der Autor gerne die poetischen Gedanken von Dichtern einwebt, die jedoch ebenso mit profunden Kenntnissen von Pflanzen und Gartengeschichte aufwarten. Aufgebaut ist das Buch teils nach Jahreszeiten und den in der jeweiligen Saison blühenden Arten, teils nach Garten-Art (Kloster-, Bauerngärten), teils nach Orten der Region. Ein Inhaltsverzeichnis und/oder ein Register hätte gutgetan, um einen gesuchten Garten leichter auffinden zu können. Der Autor freilich braucht sowas nicht – man merkt, dass der in Lindau lebende Schriftsteller die Region „wie seine Westentasche“ kennt.

Edition Hochfeld, broschiert, ISBN 978-3-9484900-9-6, € 19,90

Reto Rohner und Markus Kobelt diskutieren die Kontroverse um sogenannte invasive Neophyten am Beispiel von Buddleja. In Deutschland, in allen Ländern Europas gibt es sie überall, wo Pflanzen abverkauft werden. Aber nicht nur als hübscher Gartenstrauch, sondern auch für Kisten, Ampeln, Töpfe und sogar als Rabattenpflanze. Ja für Insektenfreunde ist Buddleja sogar der Beste aller möglichen Blütensträucher… In der Schweiz soll Buddleja hingegen des Teufels sein und ist defakto verboten. Haben die Schweizer wieder einmal etwas erfunden, das alle andere nicht sehen? Sollte man bestimmte Pflanze wirklich verbieten?

Auf der Gartentage-Homepage blenden wir in Erinnerung zurück auf die vergangenen Veranstaltungen. 10. Teil: 2015

https://www.gartentage-lindau.de/die-geschichte-der-gartentage-lindau/2015.html

Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.