Aktuelles (561)

Zur Hälfte ihrer jeweiligen Laufzeiten haben sich die beiden diesjährigen Landesgartenschauen am Bodensee in Lindau und Überlingen mit Pressemitteilungen gemeldet.
In Überlingen feierte man am Wochenende 30.7.–1.8. ein großes Wassersportfestival, garniert mit einigen musikalischen Highlights. Die Halbzeitbilanz fällt trotz etlicher Beeinträchtigungen (Corona, Dauerregen, Stürme) äußerst positiv aus mit über 250.000 Besuchern; die Zahlen liegen über dem (nach Corona angepassten) Soll.
In Lindau freute man sich über den Besuch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (14.7.) und dass das Rahmenprogramm nun weitgehend unbeeinträchtigt stattfinden kann. Zur Halbzeit gab es begleitet von der Themenwoche „Wüste“ ein Strandfest mit Soulman Karl Frierson.

In Vorarlberg gibt es ein Netzwerk aus Bio-Bauern und Lebensmittel-Verarbeitern, die sich zum Zwecke der Förderung der Vorarlberger BIO-Landwirtschaft zu einer Kooperation zusammengeschlossen haben: die Landgenossen. „BIO von allen für alle“ ist das Motto.
Eine der zahlreichen Aktivitäten: Im Rahmen eines LEADER Projekts haben Markus und Tanja Dorner in Sibratsgfäll einen monatlichen "Markt der Erde" ins Leben gerufen, der gleichzeitig Erlebnistag und Begegnungsort für Produzenten und Konsumenten sein soll und im Juli erstmals stattfand. Nächste Termine: 21. August, 18. September und 16. Oktober, jeweils von 9 bis 13 Uhr. Weitere Infos: https://landgenossen.at

Für alle Verpächter von landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Grundstücken haben die Landgenossen eine Anregung: Mit ökologischen Vorgaben in Pachtverträgen lässt sich sehr einfach und langfristig etwas für die Umwelt und den Erhalt des Bodens für kommende Generationen tun. Es sei nicht schwierig, ökologische Auflagen zu machen, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen. Informationen zum Thema unter pestizidfrei verpachten.

Obwohl ja im Bio-Anbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, kommt es vor, dass bei Untersuchungen von Bio-Lebensmitteln solche Rückstände gefunden werden. Mirjam Schleiffer vom Schweizer Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt. Ein wesentlicher Grund liegt in den feinen analytischen Methoden, mit denen sich schon geringste Spuren nachweisen lassen, die durch die Umwelt (Boden, Luft, Wasser, Transport …) auf die Lebensmittel geraten. Nur selten ist die Belastung in einem Fehlverhalten der Bio-Anbauer begründet. Dennoch wird die betroffene Ware vorsorglich gesperrt, um gemeinsam mit der zuständigen Kontrollstelle die Ursache abzuklären.

Dieses großformatige Buch von J.M. Soedher spricht in erster Linie durch die über 100 stimmungsvollen Bilder an, mit denen die schönsten Gärten und Parkanlagen aus der Umgebung des Bodensees porträtiert werden. Sie machen dem Betrachter Lust auf einen Besuch dieser Gärten, die ein fruchtbares, blühendes Band um den See spannen. Auf den zweiten Blick überzeugen aber auch die Texte, in denen der Autor gerne die poetischen Gedanken von Dichtern einwebt, die jedoch ebenso mit profunden Kenntnissen von Pflanzen und Gartengeschichte aufwarten. Aufgebaut ist das Buch teils nach Jahreszeiten und den in der jeweiligen Saison blühenden Arten, teils nach Garten-Art (Kloster-, Bauerngärten), teils nach Orten der Region. Ein Inhaltsverzeichnis und/oder ein Register hätte gutgetan, um einen gesuchten Garten leichter auffinden zu können. Der Autor freilich braucht sowas nicht – man merkt, dass der in Lindau lebende Schriftsteller die Region „wie seine Westentasche“ kennt.

Edition Hochfeld, broschiert, ISBN 978-3-9484900-9-6, € 19,90

Reto Rohner und Markus Kobelt diskutieren die Kontroverse um sogenannte invasive Neophyten am Beispiel von Buddleja. In Deutschland, in allen Ländern Europas gibt es sie überall, wo Pflanzen abverkauft werden. Aber nicht nur als hübscher Gartenstrauch, sondern auch für Kisten, Ampeln, Töpfe und sogar als Rabattenpflanze. Ja für Insektenfreunde ist Buddleja sogar der Beste aller möglichen Blütensträucher… In der Schweiz soll Buddleja hingegen des Teufels sein und ist defakto verboten. Haben die Schweizer wieder einmal etwas erfunden, das alle andere nicht sehen? Sollte man bestimmte Pflanze wirklich verbieten?

Auf der Gartentage-Homepage blenden wir in Erinnerung zurück auf die vergangenen Veranstaltungen. 10. Teil: 2015

https://www.gartentage-lindau.de/die-geschichte-der-gartentage-lindau/2015.html

Die Heidelbeere ist die erfolgreichste Beerenpflanze der letzten 100 Jahre, keine andere Beerenobstart hat so eine steile Karriere hinter sich: Von den Waldrändern New Jerseys bis in fast jeden Garten und in den Anbau auf der ganzen Welt, 12 Monat im Jahr verfügbar. Markus Kobelt erklärt in diesem Podcast, warum es zu dieser Erfolgskurve kam, auch wie alles begann. Vor allem beantwortet er alle 15 am häufigsten gestellten Fragen zum Anbau und zur Kultur der Heidelbeeren im Garten. Da bleibt im wahrsten Sinne des Wortes keine Frage mehr offen.

Autor Dominik Gügel ist als Historiker nicht nur Museumsdirektor und Dozent, sondern aufgrund seiner Gartenbegeisterung auch seit Gründung Vorstandsmitglied des Vereins „Bodenseegärten“. Er hat also schon früh das Potenzial dieser Region erkannt, die mit bedeutenden Klostergärten und Schlossparks reich ist an historischen Anlagen, wo sich aber vor dem Panorama des Bodensees und der Alpenlandschaft – im öffentlichen oder privaten Rahmen – auch zeitgemäße Gartenkultur entfaltet.

Der Juni bot den Besuchern der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen eine kleine Attraktion: Auf dem Dach des historischen Rosenobel-Stadtturms war ein Farbkreis zu bewundern, der aus 15 fein aufeinander abgestimmten Irissorten bestand – mit fließenden Zwischentönen von Weiß über leuchtendes Gelb, Orange und Rot und Lila bis nahezu Schwarz, verschiedene Blautöne und zurück. Zusammengestellt wurden die Sorten von der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin, die nicht zuletzt für ihre Züchtungsarbeit bei Iris, Pfingstrosen und Taglilien weitläufig bekannt ist. Der Turm ist Teil der „Rosenobelgärten“, einer der 5 Landesgartenschau-Stationen, die man auf einem Rundweg durch die Altstadt erreicht.

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