Aktuelles (536)

Maibeeren (Lonicera kamtschatica) sind – wie der botanische Name ahnen lässt – eine in Kultur genommene Wildfrucht aus der Gattung der Heckenkirschen und den Weiten Russlands. Ihre Früchte ähneln den Blaubeeren in Farbe und Geschmack, unterscheiden sich aber von fast allen anderen Obstarten durch die frühe Reifezeit im Mai. Die Beerenspezialisten der Fa. Häberli (CH) hat nun eine neue Sorte ins Programm genommen, die von den Qualitätsansprüchen zu den bisherigen Sorten ‚Maitop‘ und ‚Amur’passt: Ihre spindelförmig-länglichen Früchte zeichnen sich bei voller Ausreife durch einen süß-aromatischen Geschmack aus. Die russischen Züchter haben der robusten Sorte deshalb (natürlich ursprünglich auf russisch) den Namen ‚Delight‘ verpasst.

www.haeberli-beeren.ch

Dass Streuobstwiesen in mehrfacher Hinsicht, vor allem als artenreiche Lebensräume höchst wertvoll sind und daher auch höchst erhaltenswert, ist im Allgemeinen unbestritten. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten fühlen sich in diesen Biotopen heimisch, zudem beherbergen sie Tausende alter Sorten als unser genetisches Reservoir. Dennoch sind viele Bestände bedroht, weil sich Pflege und Bewirtschaftung nicht lohnen.

Der Winter ist der Feind des Gärtners – und sein Freund. In einem neuen ausführlichen Podcast-Format diskutieren Reto Rohner und Markus Kobelt die verschiedenen Aspekte des Winters und seiner Bedrohungen und Segnungen und versuchen auch ein bisschen tiefer zu graben: Wie wäre es ohne Winter? Und wie haben sich Pflanzen an den Winter gewöhnt?

Verschiedene Stiftungen und Naturschutz-Initiativen haben wieder verschiedene Pflanzen und Tiere zum jeweiligen Vertreter seiner Zunft für das Jahr 2020 auserkoren, um auf deren Leistungen oder – leider in den meisten Fällen – auf eine Gefährdung der jeweiligen Art aufmerksam zu machen und für Schutzmaßnahmen zu werben. Im Januar stellen wir die wichtigsten Wildtiere des Jahres vor.

Die Firma Neudorff, Spezialisten für biologischen Pflanzenschutz im Privatgarten, erhielt erst vergangenen Monat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 zugesprochen für sein „Konzept der ganzheitlichen Betrachtung von umweltfreundlichem Produktsortiment und ressourcenschonender Produktion“. Ein schöner Lohn für das bisher schon Jahrzehnte lange Engagement. Der Naturgarten-Pionier produziert u.a. selbst Strom aus Wasserkraft und Photovoltaik und investiert viel in nachhaltige Produktionsprozesse sowie nachhaltige Verpackungen, um den CO2-Fußabdruck des Unternehmens weiter zu verringern. Neuerdings arbeitet Neudorff mit GLORIA Haus und Gartengeräte zusammen, um mit deren gezielt abgestimmten Spritzen und dem biologischen Pflanzenschutzmittel Xentari* gemeinsam und möglichst effektiv gegen den Buchsbaumzünsler vorgehen zu können, der seit einigen Jahren die Buchsbaumbestände in unseren Gärten und Parks bedroht. Dazu ist es wichtig, dass die Pflanzen komplett mit den Präparaten benetzt werden, nicht zuletzt an den Blattunterseiten, was durch eine speziell entwickelte Pflanzenschutz-Lanze erleichtert wird.

Koppert ist eine ursprünglich holländische Firma, die früh in großem Umfang begonnen hat, Nützlinge für den Biologischen Pflanzenschutz zu züchten. Inzwischen gilt sie als Weltmarktführer auf ihrem Gebiet. Nun hat sie die brasilianische Firma Geocom übernommen, die sich als Pionier im Bereich der landwirtschaftlichen Technologie die Ausbringung von biologischen Wirkstoffen mittels Drohnen beschäftigt. Diese Anwendung für Drohnen ist nicht so umstritten wie ihr militärischer Einsatz – im Gegenteil: Mit Hilfe von entsprechend programmierten Drohnen können die (eh schon schonenden, weil biologischen) Pflanzenschutzmittel ganz gezielt dort ausgebracht werden, wo sie wirklich benötigt werden. Eine breite Streuung mit entsprechenden Verlusten wird so vermieden. Das Unternehmen spricht von „Präzisionslandwirtschaft“.

Haben Sie schon einen schönen Wandkalender für 2021? Wollen Sie die Fortführung der Gartentage über die schwierigen veranstaltungslosen Zeiten hinaus unterstützen? Oder brauchen Sie noch Geschenke für Ihre Liebsten?

Gerade jetzt, zu Zeiten des Übergangs, hält die Schlehe für uns wehrhafte und kostbare Geschenke bereit.
Eine Kolumne von Pflanzenkundlerin Adelheid Lingg

Der Umgang der EU mit invasiven Neophyten, also mit Pflanzen, die aus anderen Lebensbereichen kommen und sich bei uns bedrohlich ausbreiten, ist unter anderem bei Gärtnern und Pflanzenfreunden umstritten.

Anders als bei den Profigärtnern gibt es in Privat- und Gemeinschaftsgärten keine genauen Vorschriften dafür, welche Regeln beim biologischen Anbau einzuhalten sind. Dabei sind das Umweltbewusstsein und die Bereitschaft, auf chemische Hilfsmittel zu verzichten, bei Klein- und Hausgärtnern groß. Doch oft ist es fehlendes Wissen, „wie das geht“, das die Betroffenen von einer konsequenten Anbauweise abhält. Daher haben Gartenfachleute jetzt Bio-Garten-Leitlinien entwickelt, mit denen auch Laien gezielt grüner gärtnern können. Die betreffenden Leitlinien zu Boden und Düngung, Saatgut und Pflanzenschutz gibt es unter  https://www.oekolandbau.de/index.php?id=18523

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