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Im Laufe des Sommers kommen die Ideen, was man im Herbst pflanzt oder sich für das nächste Jahr anschafft. Da kommt ein Herbstmarkt gerade recht, in dem man nicht nur viele nützliche und schöne Sachen findet, sondern auch stilvoll den Saisonabschluss einläuten und genießen kann.

Bei einer Fachtagung über Beet- und Balkonpflanzen Anfang Juli an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim (LWG) gab es einige Berichte, die auch für Hobbygärtner interessant sind.

In einem Testversuch der LWG beispielsweise wurde das Durchhaltevermögen verschiedener Topfgartenkonzepte auf den Prüfstand gestellt. Barbara Schmitt stellte die teils unterschiedlichen Ergebnisse vor. So hielten sich einige Kombinationen ab dem Pflanztermin Mitte September nur bis Allerheiligen; der Spitzenreiter dagegen, eine Kombination aus Heiligenkraut, Efeu, Segge, Thymian und Bärenfellschwingel, überzeugte mit einem Durchhaltevermögen bis in den Februar hinein.

Bereits zum vierten Mal wählten die anwesenden Fachbesucher aus ausgewählten Neuzüchtungen von Beet- und Balkonpflanzen die attraktivsten Pflanzen aus. Mit ihren hell-dunkelviolett geflammten Blüten überzeugte schließlich die Petunie ‘Sweetunia Miss Marvelous‘ das Fachpublikum und wurde mit dem „MainStar“ 2017 ausgezeichnet. LWG

In einem Versuch am Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) Bavendorf hat Gartenbauwissenschaftlerin Monika Meyer verschiedene Methoden der Behandlung von Baumscheiben verglichen. Unter den Varianten mit Rinde, Grasschnitt, Kokosscheibe und Bodendeckern erwies sich diejenige ohne physische Bodenbedeckung als die beste. Hier wurde lediglich einmal im Sommer gehackt, was die Verdunstung unterbricht und daher eine bessere Wasserversorgung zur Folge hatte. Grasschnitt musste mehrmals nachgelegt und vor dem Winter entfernt werden, damit sich die Wühlmäuse nicht zu wohl fühlten. Kokosscheiben sind relativ teuer, unterdrücken aber eine zeitlang zuverlässig das Unkraut. Kapuzinerkresse kann aufgrund dieser Erfahrungen am ehesten als Unterpflanzung für ältere Bäume empfohlen werden.

Deutsche Umwelthilfe startet gemeinsam mit Köchin und Imkerin Sarah Wiener eine Mail-Aktion für den Schutz der Bestäuber

Die Situation der Bienen ist alarmierend. In den letzten 25 Jahren sind die Honigbienen-Völker um mehr als ein Drittel geschrumpft. Und von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits über die Hälfte stark bedroht. Hierfür ist vor allem die intensive Landwirtschaft verantwortlich: Absurderweise sind mittlerweile die Bedingungen für Bienen in Städten und stadtnahen Gebieten besser als in der freien Landschaft. Die Überdüngung, der großflächige Einsatz von Pestiziden sowie der Anbau von Monokulturen reduzieren das Angebot an Blütenpflanzen drastisch und nehmen den Bienen den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage. Dabei sind Bienen als Bestäuber von Obst und vielen anderen Nutzpflanzen unersetzbar. Verhungern die Bienen, werden auch unsere Lebensmittel knapper und teurer. Gemeinsam mit der Fernsehköchin und Imkerin Sarah Wiener fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) daher ein strengeres Düngerecht für die Landwirtschaft und startet eine Mail-Aktion: https://www.duh.de/bienen/.

Der Zitrus-Experte Professor Dr. Dominik Große Holtforth beleuchtet die Zitruskultur. Speziell in diesem Video geht es um die absolut winterharte Orange Poncirus trifoliata, die gedrehte dreiblättrige Orange 'Flying Dragon', und die bedingt winterharte japanische Zitrone Yuzu (Citrus junos). Auf gartenvideo.com finden Sie noch weitere Videos vom Experten.

Bereits in den 90-er Jahren schwappte eine erste Welle mit Gartenbüchern durch das Land, die das „Lazy Gardening“ bzw. den „faulen Gärtner“ als neuen Trend entdeckte. (Auch ORF-Biogärtner Karl Ploberger, unser Eröffnungsgast auf der kommenden Bregenzer GartenKultur 22.-24.9., ist einer dessen Protagonisten.) Offenbar hat der Trend mittlerweile einen Höhepunkt erklommen, denn am vergangenen Pfingsten hat sich nun auch ein Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ mit diesem „neuen“ Gartenstil auseinandergesetzt.

Hubert Siegler von der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim beschäftigt sich im „Gartenratgeber“ Juli (Obst- und Gartenbauverlag, München) mit den Folgen und Lehren aus den Frostnächten, die Mitte/Ende April bei den Obstbauern zu heftigen Ertragsausfällen führten – und natürlich auch in den Hausgärten. Besonders hoch sind die Ausfälle bei Birnen und Steinobst: Viele der winzigen Jungfrüchte waren komplett erfroren. Zudem haben viele Bäume allein schon durch den Ausfall der notwendigen Befruchtersorten oder Insekten gelitten.

An der Versuchswand der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim wächst seit Mittwoch, den 31.05.2017, Gemüse im wahrsten Sinne des Wortes in die Höhe – und zwar nicht aus dem Boden nach oben, sondern an der Wand entlang. Mit dem Pilotprojekt „Gemüsefassade“ soll die Praxistauglichkeit der bereits für Fassadenbegrünung eingesetzten Systemlösungen auch für den Gemüseanbau getestet werden. Die Auswahl der Pflanzen wurde dabei bewusst getroffen: Denn Salat, Bohnen und Erdbeeren haben ähnliche Ansprüche an die Düngung und Bewässerung. Die vier Versuchswände mit jeweils rund 6 m² Anbaufläche sollen dabei über einen Zeitraum von zwei Jahren auf Praxistauglichkeit getestet und verglichen werden.

LWG Veitshöchheim

Es sind schöne Eindrücke und interessante Stimmen, die die 3 Kamerateams und der Moderator der SWR-Sendung "Treffpunkt" bei den Gartentagen Lindau 2017 eingefangen haben. Hier können Sie die Sendung nachsehen.

In einem Versuch am Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) Bavendorf hat Gartenbauwissenschaftlerin Monika Meyer verschiedene Methoden der Behandlung von Baumscheiben verglichen. Unter den Varianten mit Rinde, Grasschnitt, Kokosscheibe und Bodendeckern (u.a. Kapuzinerkresse) erwies sich diejenige ohne physische Bodenbedeckung als die beste. Hier wurde lediglich einmal im Sommer gehackt, was die Verdunstung unterbricht und daher eine bessere Wasserversorgung zur Folge hatte. Grasschnitt muss mehrmals nachgelegt und vor dem Winter entfernt werden, damit sich die Wühlmäuse nicht zu wohl fühlen. Kokosscheiben sind relativ teuer, unterdrücken aber eine zeitlang zuverlässig das Unkraut. Kapuzinerkresse kann am ehesten für ältere Bäume empfohlen werden.