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Stabtomaten muss man ausgeizen. Wenn man das nicht macht, würden immer mehr Konkurrenztriebe entstehen und dies führt dazu, dass weniger gute Früchte produziert werden.

Jahrzehntelang kennen wir den Buchs als saftig grünen Hingucker aus vielen Gärten, Friedhöfen und Parkanlagen. Mittlerweile ist vielerorts aus dem üppigen Grün ein graubrauner Farbton geworden bzw. ein kahles Gestrüpp. Schuld daran sind ein Pilz (Triebsterben verursacht durch Cylindrocladium buxicola) und ein Insekt (Raupe des Zünslers Cydalima perspectalis).
Eine Kolumne von Pflanzenärztin Dr. Tina Balke

Zur Obstsorte des Jahres 2018 hat FRUCTUS, die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, die Hauszwetschge ausgewählt. Sie wird im 17. Jahrhundert erstmals erwähnt und entwickelte sich in Mitteleuropa zu einer grossen Sortengruppe mit unzähligen Typen. Das hängt mit ihrer hohen Selbstfruchtbarkeit zusammen, wodurch die Nachkommen genetisch stabil sind und sehr ähnliche Eigenschaften zeigen. Zusätzlich begünstigt durch ihre Genügsamkeit hat sich die Hauszwetschge zu einer unkomplizierten Allround-Sorte entwickelt.

Damit die aus Ostasien stammende Akebie (Akebia quinata) Ihre violetten Früchte hervor bringt, wegen der man sie auch Klettergurke nennt, benötigen sie einen sonnigen, geschützten Platz, vertikale Kletterhilfen sowie Geduld.

Auf den Gartentagen Lindau berichtete Obst-Züchter Markus Kobelt über Zitruspflanzen und wie diese dank gezielter Züchtungsarbeit immer mehr den Weg in den Norden finden. Einige Arten können sogar Fröste aushalten! Der ganze Vortrag ist in mehrere Videos aufgeteilt.

Bei Untersuchungen an wissenschaftlichen landwirtschaftlichen Instituten in Weihenstephan, Triesdorf, Heidelberg und Niedersachsen wurden verschiedene Dünger organischen Ursprungs verglichen, die im biologischen Anbau zugelassen sind. Dazu gehört auch Schafwolle, die mittlerweile einem tiefgreifenden Preisverfall ausgesetzt war, so dass sie als Rohstoff für Kleidung kaum mehr zum Zug kommt. Dabei hat das Naturprodukt sehr erfolgreich abgeschnitten. Zwar wurde der Stickstoff gegenüber anderen Düngemitteln um 10 Tage verzögert freigesetzt. Doch dann war die Rate sehr hoch und gleichmäßig, und auch die Pflanzen hinterließen nach Schafwoll-Düngung den besten Eindruck. Dennoch empfiehlt es sich, bei Kulturen mit hohem Stickstoffbedarf zusätzlich Hornmehl oder flüssigen Stickstoffdünger (z.B. Biovin aus Traubentrester) zu verabreichen.
Es ist bedauerlich, dass Schafwolle in der Textilindustrie keine große Rolle mehr spielt, aber durch die Verwendung als Dünger bleibt Schäfern und Schafzüchtern zumindest eine Alternative, um diesen vielseitigen Rohstoff zu vermarkten.

Kaum eine Pflanzenfamilie kann besser mediterrane Urlaubsstimmung auf die Terrasse zaubern als die Zitrusgewächse. Leider ist für viele Gartenfreunde die sachgerechte Überwinterung das Hindernis, sich mit diesen Sonnenfrüchten zu umgeben. Doch auch für sie gibt es jetzt eine Perspektive:

Baum- oder „Stinkwanzen“ sind in unseren Breiten eigentlich nichts Besonderes. Doch seit wenigen Jahren ist eine ursprünglich aus Ostasien stammende Art über den Umweg Nordamerika auch in Europa eingewandert, die zunehmend als problematisch beurteilt wird: die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys).

Die Züchtung hat die moderne Kartoffel derart weiterentwickelt, dass Kartoffelsorten mit tiefen Augen heutzutage sehr fremd anmuten. Diese tiefliegenden Augen bieten gerade beim Anbau in erhöhten Lagen klare Vorteile, denn sie schützen die Keime. Bei Köchen hingegen lösen Sorten wie ’Parli’ keine Begeisterungsstürme aus, wenn sie sich ans Schälen der tiefaugigen Knollen machen müssen. Für den Erstkauf ist die Abweichung vom eingeprägten Standardbild daher meist zu groß, als dass der Kauf «gewagt» würde. Doch wer die fantastischen Geschmackseigenschaften dieser Sorten einmal erlebt hat und weiß, dass sich die Knollen gedämpft ganz einfach schälen lassen, wird immer wieder ’Parli’ kaufen. Und auch dank mancher Profiköche, die ihre Begeisterung über die alten Kartoffelsorten öffentlich kundtun, findet langsam ein Umdenken statt. ProSpecieRara

Das Antreiben von Meerkohl ist nicht aufwendig und lohnt sich auf jeden Fall! Der Meerkohl produziert weiss gebleichte Stängel, die wie Spargel genossen werden können. Auch die jungen, purpurfarbenen Blätter bereichern mit ihrem feinen Kohlgeschmak jeden Gemüseeintopf. Und die im Halbrund über der Staude stehenden unzähligen ungeöffneten Blütenknöspe geben schmackhafte und gesunde Brokkoli ab. Einmal gepflanzt, produzieren diese Gemüsepflanzen jahrelang schmackhaftes Gemüse.